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25 Jahre Feuerwehrtaucher in Bramsche- Jubiläum mit Einblick in die Arbeit

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Derzeit 26 Aktive

25042017 taucher2Über mangelnde Einsätze kann sich die zur Zeit 26-köpfige Gruppe aus Epe und Sögeln, der sich mittlerweile auch Feuerwehrmänner aus Bramsche, Engter, Hasbergen, Hesepe, Osnabrück und Ueffeln angeschlossen haben, nicht beklagen. Zu insgesamt 312 Einsätzen wurde die Wasserrettungs- und Tauchergruppe im vergangenen Vierteljahrhundert alarmiert. Und die hatten es durchaus in sich. Natürlich waren auch erfreuliche Einsätze dabei wie Udo Stückemann berichtet. „Wir hatten mal einen Einsatz, da hatte uns die Polizei gebeten, einen Tresor aus dem Mittellandkanal zu bergen. Da sind dann mehrere Taucher ins Wasser gegangen, um den Tresor zu suchen. Nach kurzer Zeit hatten wir auch einen gefunden, geborgen und den am Ufer wartenden Polizisten übergeben. Die schauten sich kurz an und sagten dann nur, dass das nicht der Tresor ist, den sie suchen.“, erinnert sich Stückemann. Und weiter, so das einzige immer noch aktive Gründungsmitglied der Gruppe: „Die Frage von uns, ob wir den noch verschlossenen Tresor jetzt mitnehmen sollten, verneinten die Polizisten dann aber ganz schnell“.

Neben Rettungseinsätzen, immerhin 26 Tierrettungen und 22 Fahrzeugbergungen wurden auch Einsätze im Rahmen der Technischen Hilfe von den Tauchern abgearbeitet. So mussten vier Schiffslecks abgedichtet werden, neunmal wurden zum Schutz der Umwelt Ölsperren errichtet. In 24 Fällen wurden Schiffsschrauben von Tauen befreit und instand gesetzt und 52 Mal wurden Schleusen kontrolliert und Gegenstände daraus entfernt. Einmal mussten sogar Sprengarbeiten überwacht werden, wie der derzeitige Gruppenführer der Tauchergruppe, Manuel Krause, zu berichten weiß. Zudem wurden die freiwilligen Feuerwehrleute von der Kriminalpolizei 34 Mal für die Suche nach Diebesgut angefordert.

Weitere 90 Einsätze in den vergangenen 25 Jahren fallen in den Bereich „Sonstiges“. Darunter die Suche nach Gegenständen, das Kontrollieren von Spundwänden und das Setzen von Sperrbalken vor Dükern. „Insgesamt haben wir in den 25 Jahren rund 450 Fahrräder, 90 Tresore und 40 Zigarettenautomaten aus dem Wasser gehoben“ berichtet Krause. „Zwei Tresore waren sogar noch voll“, wie Stückemann ergänzt. „An einem Übungsabend waren es an einer Brücke am Mittellandkanal gleich 14 Fahrräder und und ein Motorroller – und bei der Suche nach einer Person haben wir dann auch noch einen gut erhaltenen Trabi gefunden“, erzählen die beiden weiter, die damit auch noch etwas gutes für die Umwelt tun.

Drei Personen gerettet

Getrübt ist die Bilanz des letzten Vierteljahrhunderts aber deshalb, weil auch 50 Einsätze im Zusammenhang mit vermissten Menschen stehen, sagen Stückemann und Krause. „Immerhin konnten wir drei Personen aus dem Wasser retten. Aber in 43 weiteren Fällen konnten die Personen nur noch tot aus den Gewässern geborgen werden“, so die beiden weiter.

Ingesamt 14 der 26 Mitglieder sind ausgebildete Feuerwehrtaucher der Stufe 2. Das bedeutet, dass diese unter Wasser auch durchaus gefährliche Tätigkeiten ausführen dürfen. 18 Mitglieder sind zudem ausgebildete Rettungsschwimmer und sieben Mitglieder sind berechtigt, das Boot der Tauchergruppe zu steuern, da sie den Sportbootführerschein (Binnengewässer) besitzen. Zusammen mit Michael Brunschön fungieren Stückemann und Krause durch ihre Ausbildung zum Feuerwehrlehrtaucher auch als Ausbilder auf überörtlicher Ebene.

Text und Fotos: Henning Stricker

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