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Die Entwicklung des Löschwesens in Epe

IMG 1730c 1Die Entstehung der Ortsfeuerwehr Epe

Die Ortsfeuerwehr Epe gehört zur Freiwilligen Feuerwehr Bramsche und kann mittlerweile auf eine 75jährige, wechselvolle Geschichte zurückblicken. Die Geschichte des Feuerlöschwesens im Osnabrücker Land begann jedoch viel früher.

Im Jahr 2010 konnte die Ortsfeuerwehr Epe ihr 75jähriges Bestehen feiernAm 25. April des Jahres 1722 erlies der Osnabrücker Bischof Ernst August II. eine Feuerlöschordnung, in der neben Städten, Flecken, Wigbolden (Weichbildern) auch die Dörfer und Bauernschaften angesprochen wurden. Danach sollten Feuerhaken, 18 – 24 Fuß lange Leitern, Ledereimer und Wasserzuber bereitstehen. Die Geräte sollten an einem Ort und unter Dach verwahrt werden. Die Aufsicht darüber sollten die Bauerrichter führen und sie alljährlich in den ersten acht Tagen des Monats Juni visitieren und dem Ortsvogt Unrichtigkeiten anzeigen.

Doch erst eine im Jahre 1767 erlassene Verordnung machte es den Landgemeinden zur Pflicht, eine Feuerspritze vorzuhalten. Und so begann das eigentliche Feuerlöschwesen in Epe. Für das weitläufige Kirchspiel Bramsche, das aus sechs Bauernschaften bestand, waren zwei große Spritzen vorgesehen. Die einzelnen Bauernschaften schlossen sich daraufhin zusammen und beschlossen 1768, statt zwei großer Spritzen sechs kleine Feuerspritzen zu beschaffen.

Der Bauernschaft Pente waren die Kosten offenbar zu hoch und sie versuchte, sich mit der Bauernschaft Epe zusammen zu schließen. Obwohl Epe nichts dagegen einzuwenden hatte, wies der Vogt Mues zu Hesepe die Regierung auf die Weitläufigkeit der Gemeinden hin. Da die Äbtissin in Malgarten bereits eine Feuerspritze bestellt hatte, die auf dem Kloster stationiert werden sollte, wäre bei einem Brand in Pente die Anfahrt viel zu weit gewesen. Somit musste auch Pente eine eigen Spritze anschaffen.

Am 8 März 1768 trafen sich alle Bauerrichter der Gemeinden beim Vogt Mues auf der Steinburg in Hesepe und schlossen einen Vertrag mit den Schmiedemeistern Gebrüder Dinckelmann aus Rieste und Jacob Schmit aus Bramsche. Danach bauten die sie für die Gemeinden Rieste und Engter zwei große Spritzen mit einem Wasserbehälter von je drei Tonnen, für die anderen Gemeinden wurden vier kleinere Spritzen mit je zwei Tonnen Wasser gebaut. So begann sich um 1800 herum, nun auch auf dem Lande ein organisierter Feuerschutz zu entwickeln.

Seit Inkrafttreten der Hannoverschen Landgemeindeordnung 1859 bestand für die politischen Gemeinden eine Löschdienstpflicht. Da es aber noch keine Freiwilligen Feuerwehren auf dem Lande gab, wurden die Löscheinrichtungen von der Gemeinde beschafft. Allerdings waren die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammenden Gesetze und Verordnungen über das Feuerlöschwesen sehr unzulänglich. Eine Polizeiordnung für die Provinz Hannover regelte 1901 das gesamte Feuerlöschwesen neu. Hierin wurden für die Gemeinden nun Ortsfeuerwehren bindend vorgeschrieben. Aufgrund dieser Verordnung kam es 16. Juni 1902 zur Gründung einer Pflichtfeuerwehr in Epe. Als Brandmeister wählte man Wilhelm Kotte, zu seinem Stellvertreter wurde Ernst Frankamp ernannt. Spritzenmeister blieb August Tackenberg. Die Mannschaftsstärker der Eper Pflichtfeuerwehr betrug damals 16 Mann, die in zwei Gruppen eingeteilt waren.

Am 5.März 1935 gründeten 17 Eper Männer in Gegenwart des Kreisbrandmeisters Stürenberg aus Ankum in der Gastwirtschaft Robker die Freiwillige Feuerwehr Epe. Am 17. Oktober beantragte man die Eintragung der Freiwilligen Feuerwehr e.V. Epe ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bramsche, die im November unter der Nummer 13 auch erfolgte.

Der Monatsbeitrag wurde 10 Pfennige fest gesetzt. Für unentschuldigtes Fehlen bei den alle 14 Tage stattfindenden Diensttreffen waren 20 Pf., für Zuspätkommen 10 Pf. Strafgelder zu zahlen. Der erste Vorstand bestand aus Führer Wilhelm Tackenberg, Löschmeister Gustav Krelage, Schriftführer Hermann Grünebaum und Gerätewart Wilhelm Heye. Es waren sechs Uniformen, 2 Stahlhelme und zwei Steigergurte mit Fangleinen vorhanden. Die erste Übung wurde am 15. Juni durchgeführt. 1937 bewilligte die Gemeindeversammlung fünf weitere Uniformen.

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