Demo

Verständigung unter Wasser

Der Taucher hat unterschiedliche Möglichkeiten Kontakt zu seinem Leinenmann aufzunehmen Leinenzugzeichen  

Eine Variante der Verständigung sind die Leinenzugzeichen. An diese so genannten Signalleinen sind folgende Ansprüche zu stellen.

  • sie sind geflochten, da sie ohne Drall sein müssen
  • Durchmesser mindestens 8 mm
  • Schwimmfähigkeit (außer Telefonleine)
  • Länge maximal 50 m
  • Seilhöchstzug mindestens 2000 Newton
  • orangerote oder zinkgelbe Farbe

Der Taucher wird in diese Leine mit dem Feuerwehrrettungsknoten eingebunden. Zur zusätzlichen Sicherung wird auf dem Rücken, seitlich versetzt ein so genannter Kreuzknoten gelegt.

Alle Signale sind immer aus Sicht des Tauchers zu sehen. Dabei schaut der Taucher in Richtung Leine bzw. Leinenmannes. Alle Leinenzeichen sind vor dem Tauchgang nochmals zwischen Taucher und Leinenmann abzusprechen. Der Taucher ist für eine ständig straffe Leinenverbindung verantwortlich.

Folgende Zeichen sind festgelegt. (x = Leinenzug, - = kurze Pause)

in Rot sind die Leinenzeichen die in der  FwDV 8 „Tauchen“ festgelegt sind.

                  vom Taucher                                                                         vom Signalmann

x                Notsignal Ich bin in Not!                                                       Notsignal! Sofort auftauchen!

xx               nach links                                                                              nach links

xxx             nach rechts                                                                            nach rechts

xxxx            ich tauche aus                                                                       austauchen

xxxxx          Alles OK!                                                                                Alles OK?

xx-x           voraus

xx-xx         zurück

xx-xxx      Ich bleibe auf der  Stelle                                                        Auf der Stelle bleiben!

xxx-xxx     Brauche Unterstützung

xxx-xx       Objekt gefunden

Gibt der Taucher das Notsignal durch einmaliges ziehen der Leine, so ist er sofort an der Signalleine aus dem Wasser zu ziehen. Hierzu ruft der Signalmann laut "Taucher 1" oder "Taucher in Not" und alle weiteren Anwesenden eilen zur Hilfe um den in Not geratenen Feuerwehrtaucher vereint aus dem Wasser zu ziehen.

Tauchertelefon

Besondere Erschwernisse beim Tauchgang (wie z.B. Eistauchen) erfordern ausdrücklich eine Sprecheinrichtung. Bei solchen Einsätzen ist dann der Einsatz des Tauchertelefons Pflicht.

Das Tauchertelefon der Feuerwehrtaucher Bramsche.

Unterwasserfunk

Eine weitere Verständigung ist über das Unterwasserfunkgerät "Buddy-Phone STX 100" möglich. Es funktioniert mittels Ultraschall, was einerseits Vorteile, aber auch Nachteile haben kann.

Zum einen Überträgt es alle Geräusche in der Umgebung des Tauchers, die eventuell aufschlussreich für den Signalmann sein können. Zum anderen können aber auch laute Nebengeräusche wie Hämmern oder Motorengeräusche die Verständigung erschweren.

Außerdem kann es nur eingesetzt werden, wenn zwischen dem Taucher und der Empfangsantenne keine Hindernisse die Verbindung unmöglich machen. Es muß praktisch eine optische Verbindung zwischen Sender und Antenne bestehen. Der Taucher kann nicht hinter einen Vorsprung tauchen und dennoch mit dem Signalmann sprechen.

Das Ultraschall-Unterwasserfunksystem hat folgende Bestandteile.

  • Sende- und Empfangsantenne (Es ist darauf zu achten das die Antenne nicht auf Grund liegt. Sie muß jedoch auch tief genug im Wasser treiben. Am besten wird sie mit einem Schwimmgegenstand ca. 1 m tief im Wasser positioniert. Sie ist direkt mit dem Verstärker verbunden.)
  • Sprechgarnitur für den Taucher (Hierfür wird ein Kopfhörer an der Kopfspinne der Tauchmaske befestigt und ein Mikrofon oberhalb des Lungenautomaten in die Maske eingebaut. Der Taucher muß zum Sprechen einen Knopf drücken.)
  • Handmikrofon (Wird am Verstärker angeschlossen und dient dem Signalmann zum Sprechen)
  • Verstärkerkasten (Hier wird die Antenne und das Handmikrofon angeschlossen. Ein Lautsprecher überträgt die Sprache des Tauchers. Mit einer Rauschsperre kann die Empfindlichkeit der Übertragung eingestellt werden.)

Unterwasserzeichensprache

Besonders im Sporttauchbereich hat sich die Unterwasserzeichensprache durchgesetzt. Die hier genutzten Zeichen sollte aber auch der Feuerwehrtaucher kennen.

Sie können zur Verständigung von zwei eingesetzten Tauchern unter Wasser genutzt werden oder aber bei der Rettung verunfallter Sporttaucher zur Verständigung mit dem Verunglückten sehr hilfreich sein.

Den nachfolgenden Seiten sind die Pflichtzeichen zu entnehmen, welche jeder Sporttaucher beherrschen muß und einige Zusatzzeichen zugefügt, die von den meisten Tauchern zusätzlich gekannt werden.

Drucken E-Mail