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Aufgabenschwerpunkt Gefährliche Stoffe und Güter

Die Gründung eines Schwerpunktes für Gefahrguteinsätze wurde aufgrund des relativ hohen Gefahrenpotentials nötig. In den Stadtteilen Achmer, Bramsche-Mitte, Hesepe und Engter befinden sich größere Industriegebiete. Unter anderem sind neben einem Entsorgungsbetrieb für Sonderabfälle (Recycling und Verbrennungsanlage) auch Papierverarbeitende Industrie, Metallindustrie und Futtermittelproduktion vertreten. Die vorhandenen Verkehrswege, Hansalinie A1 (im Bereich Bramsche-Engter), Schienen- (Strecke Osnabrück - Oldenburg) und Wasserwege (Mittellandkanal) bergen zusätzliche Gefahren, wie die Vergangenheit zeigte. Da nicht jede Ortsfeuerwehr Ausrüstung und Personal vorhalten kann, um bei Gefahrguteinsätzen entsprechend eingreifen zu können, wurde diese Aufgabe in der Stadt Bramsche der Ortsfeuerwehr Achmer zugewiesen und dort zentralisiert. Wird ein Gefahrgutunfall gemeldet, so unterscheidet die Feuerwehr-Einsatzleitstelle in drei Stufen. Stufe 1 "kleine Einsätze", Stufe 2 "mittlere Einsätze" und Stufe 3 "größere Einsätze". Die Feuerwehr Achmer ist in der Lage, mit der Unterstützung durch die Ortsfeuerwehr Bramsche-Mitte sowie der jeweiligen Ortsfeuerwehr, Einsätze der Stufe 1 selbst abzuwickeln. Für Einsätze der Stufen 2/3 sind weitere Kräfte nötig. Zum Beispiel Gerätewagen Gefahrgut, Fachzüge der FB-Umwelt, etc. 

Außerdem ist die Ortsfeuerwehr Achmer mit dem Gerätewagen Messtechnik (GW Mess) in den Fachzug 4 "Messen und Spüren" der Stadt und des Landkreises Osnabrück eingebunden. Der Fachzug „Messen und Spüren“ ist einer von vier Fachzügen der Feuerwehrbereitschaft Umweltschutz und wird automatisch gemäß AAO des Landkreises Osnabrück oder auf besondere Anforderung alarmiert. Die laufende Ausbildung der Einsatzkräfte findet einmal monatlich, zusätzlich zum normalen Dienstbetrieb statt. Es wird angestrebt, dass möglichst alle Atemschutzgeräteträger der Ortsfeuerwehr Achmer zunächst auf Kreisebene die Sonderlehrgänge "Gefährliche Stoffe und Güter" (u.a. Ausbildung zum CSA-Träger) und "Technische Hilfe" (Abdichten von Kesselwagen...), absolvieren. Nach erfolgreich bestandenem Truppführerlehrgang können Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen besucht werden, wie "Gefährliche Stoffe und Güter", "Technische Hilfe" oder "Strahlenschutz".

Text: Kai Lüssenheide
Bilder: Marc Piwinski/Feuerwehr

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