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Unsere Geschichte

"...vom Feuer und von Höhlen..." Vor mehr als 130.000 Jahren trugen Jäger das Feuer in unser Gebiet. Es wurde als Kostbarkeit verwahrt und transportiert.Verantwortlich für das Feuer waren die Frauen.Doch das Feuer machte sich nicht nur positiv bemerkbar,es brachte auch eine neue Gefahr: Brände. Nachdem die Menschen aus Höhlen und Unterständen in Hütten und Häuser umgezogen waren, wurden Brandschutz und Brandbekämpfung immer wichtiger.Schon in der Antike hatten Hero und Ktesibus Feuermaschinen gebaut, deren Arbeitsweise und Funktion leider in Vergessenheit geraten sind. "...die ersten Feuerwehrmänner finden sich zusammen..." Die Kulturländer hatten schon früh Erlasse zum abwehrenden Brandschutz verkündet. Bald gab es Verordnungen. In Meran z. B. hatten 1086 Gilden schon die Pflicht, bei Feuer zu helfen.Verweigerung hatte Stadtverweis zur Folge.

Nach dem Riesenbrand in London, 1188, hatte jedermann gefüllte Zuber, Schürhaken und Stricke bereit zu halten und bei Bedarf einzusetzen. Der Goldschmied Anton Plattner baute 1518 die erste Feuerspritze, die „gleichmäßig strahlte“ (spritzte). 1650 wurde in Nürnberg vom Mechanikus Hautsch eine Spritze auf Kufen gebaut. Diese wurde von drei Pferden gezogen und von 28 Mann bedient. Sie „strahlte“ schon 80 Schub (20 m) weit. Die Brandvorbeugung wurde immer wichtiger. Feuerstätten mußten abgedeckt, Pfeifen durfte man nur mit Deckeln benutzen. Die ersten Schornsteine wurden gebaut. Für den abwehrenden Brandschutz bildeten sich Gruppen, wie z. B. Gilden und Nachtwächter, die des Nachts kontrollierten. Die ersten Verordnungen zur Bildung von Feuerschutzeinrichtungen und Mannschaften wurden erlassen.

In Bramsche gab es bereits recht früh eine Verordnung zur Bekämpfung von Feuersbrünsten. Diese führte schließlich zur Gründung eines „Vereins zur Bekämpfung von Feuersbrünsten“, über den man heute leider nichts genaues weiß.Dieser Verein bestand aber auch nach Bildung einer Pflichtfeuerwehr weiter und wurde erst mit der Pflichtfeuerwehr 1891 aufgelöst. Auch der Gründungstag der Freiw. Feuerwehr Bramsche ist nicht genau bekannt. Die sorgfältig geführten Protokolle der Freiwilligen Feuerwehr beginnen mit einem Bericht vom 03.04.1883 über die „Versammlung der Charsierten“, in etwa gleich zu setzen mit dem heutigen Kommando, welches die Geschicke der Ortsfeuerwehr leitet. Dieser Tag gilt daher als Gründungstag. Ein Thema der Versammlung, nämlich die Beschaffung von Uniformen, weist auf eine frühere Gründung hin. Hauptmann Vocke, Tuchfabrikant und Gründer vieler Bramscher Einrichtungen,wie Bauverein und Feuerwehr, wurde der erste Hauptmann und blieb es 17 Jahre.

Weitere Führer der Bramscher Feuerwehr waren mit unterschiedlichen Titeln:
Fr. Sanders, Seifenfabrikant 21 Jahre
R. Justus, Bäckermeister, als Übergangslösung 3 Monate
Heinr. Struwe, Zimmermeister u. Sägewerksbesitzer 13 Jahre
Hermann Bohne, Gastwirt und Viehhändler 1934 – 1961 = 27 Jahre
Willi Storch für kurze Zeit nach dem 2. Weltkrieg
Rud. Rehmann, Gastwirt 1961 - 1971 = 10 Jahre
Heinz Pehling, Bezirksschornsteinfegermeister 1971 – 1983 = 12 Jahre
Karl Ludwig Poske, Kaufmann von 1983 - 1998 = 15 Jahre
Cornelis van de Water, Dipl.-Ing 1998- 2012
Jörg Ludwigs seit 2012

Die neu gegründete Feuerwehr Bramsche war zunächst in einem alten Hause am Kirchplatz untergebracht. Von dort zog sie in die „alte Mittelschule“, heute Sitz des Kirchenkreisamtes Bramsche, an der Münsterstraße. 1914 wurde dann das neue Spritzenhaus am Markt bezogen. Seit 1978 befindet sich das Feuerwehrhaus an der Osnabrücker Straße. Die Mitgliederzahl stieg anfangs sehr schnell. 1883 gegründet, hatte die Wehr bereits 1884 rund 60 Mitglieder; am 08. Mai 1886 bereits 108 Mann. Die höchste uns bekannte Zahl an Mitgliedern datiert aus dem Jahr 1892 mit 151 Mann. Um 1900 ließ das Interesse sehr nach und die Führung der Wehr legte der Stadtverwaltung nahe,die Wiedereinführung einer Pflichtfeuerwehr vorzubereiten. Der darauf erfolgte Eintrittsboom machte sie aber unnötig. Die Feuerwehr Bramsche war im Landkreis Bersenbrück als gut ausgebildet und leistungsfähig bekannt. Die Einsatzzahlen pro Jahr sind mit ca. 200 dokumentiert. Dieses blieb auch nach der Gebietsreform 1972 so. Dem Zusammenschluß mit der Freiw. Feuerwehr Achmer, als Löschzug, folgte dann konsequent die Zusammenlegung aller Feuerwehren der Stadt Bramsche, mit den Ortsfeuerwehren Achmer, Bramsche, Engter, Epe, Hesepe, Pente, Sögeln und Ueffeln.

Mit der Zusammenlegung der Ortsfeuerwehren wurde auch eine grundsätzliche Erneuerung der Fahrzeuge und Geräte notwendig. Um hier die immer wieder auftretenden Probleme bei den Ersatzbeschaffungen zu begegnen und sowohl dem Rat der Stadt, als auch der Feuerwehr eine Grundlage für die Zukunft zu schaffen, entwickelte man im Jahre 1997 das sogenannte „Konzept 2000“. Dieses wurde dann vom Rat beschlossen und hatte Vorbildcharakter für weitere Gemeinden im Landkreis Osnabrück. Hier wurden den einzelnen Ortsfeuerwehren aber auch feste Aufgaben zugewiesen, um auf lange Sicht deren Erhalt zu sichern. Auch sollte dadurch die Mehrfachbeschaffung von Ausrüstungen auf das absolut erforderliche Maß beschränkt werden, um besonders die enormen Folgekosten zu senken. Aufgrund des guten Erfolges wurde dieses Konzept dann durch das neue „Konzept 2010“ abgelöst. Als Besonderheit dieser Fortschreibung ist sicher hervorzuheben, dass auch die baulichen Maßnahmen hier mit erfaßt worden sind.

Sehen lassen können sich auch weiterhin die Einsatzzahlen der Feuerwehren der Stadt Bramsche, die Jahr für Jahr mit in der Spitzengruppe der Feuerwehren des Landkreises Osnabrück zu finden sind.

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